Vendredi, 21 juin 2019

Millionen Tonnen von Plastik einsparen, ersetzen oder recyceln statt verbrennen oder exportieren

Der Bundesrat wird beauftragt zu prüfen und in einem Bericht aufzuzeigen, wie der Gebrauch von Kunststoffen in der Land- und Bauwirtschaft vermindert, durch ressourcenschonender Alternativen ersetzt und der Anteil des Recyclings erhöht werden kann.

In der Schweiz gelangen jährlich etwa 1 000 000 Tonnen Kunststoffe zumeist als Verpackungen in den Umlauf. 780 000 Tonnen werden als Abfall entsorgt, davon werden über 80 Prozent (etwa 650 000 Tonnen) in Kehrichtverwertungsanlagen und gut 6 Prozent in Zementwerken energetisch verwertet, was zu hohen CO2-Emmissionen führt. Hinzu kommt der Importstop für Plastikabfälle in China. Nur etwa 80 000 Tonnen werden stofflich verwertet (d.h. recycelt).

 

Der Königsweg ist die Reduktion des Gebrauchs von Kunststoffen. Soweit das Reduktionspotenzial ausgeschöpft ist, soll der Bundesrat mit einem Fokus auf die Bauwirtschaft und die Landwirtschaft untersuchen, welche ressourcenschonendere Alternativen zu Kunststoffen bestehen.

 

Zudem wird gerade in der Bauwirtschaft das Potential für Kunststoffrecycling nicht ausgeschöpft. Alleine beim Bauplastik ist mit einer Grössenordnung von etwa 30-50 000 Tonnen im Jahr zu rechnen, die heute nicht recycelt werden. Das ist auch eine grosse Chance für die Cleantech-Industrie in der Schweiz.

 

Eingereicht von: Beat Flach